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Wie duftet Heimat? Wie schmeckt das Leibgericht aus Kindertagen? Wo gibt’s edle Tropfen? Sachsen-Anhalt ist reich an kulinarischen Verlockungen, sei es nun in edlen Restaurants oder – selbst ist der Mann und die Frau – aus der eigenen Küche aus heimischen Zutaten. Wir machen auf dieser Seite Lust auf Genuss, schauen dabei auch auf die Gesundheit und das Wohlbefinden.

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Vom Hobby- zum Sternekoch

Robin Pietsch / Foto: MZ

Robin Pietsch trägt seit dem vergangenen Jahr ein Tattoo auf dem Arm – einen Michelinstern. Den hat er sich stechen lassen, und mit ihm sein gesamtes Team, nachdem sein Restaurant „Zeitwerk“ in Wernigerode vom Guide Michelin geadelt wurde mit einem Stern. Das „Zeitwerk“ war das einzige  mit einer derartigen Auszeichnung in Sachsen-Anhalt, Robin Pietsch hat sie als einer von 19 Köchen in Ostdeutschland errungen, mit noch nicht einmal 30 Jahren.

Unternehmer und Trendsetter von Anfang an

Während die meisten Spitzenköche in den großen Städten der Welt ihre Erfahrungen sammeln, hat Robin Pietsch den Harz, das gar nicht so kleine Mittelgebirge im Herzen Deutschlands, nie verlassen. In Blankenburg – wo er heute auch lebt – wurde er geboren, seine erste Ausbildung zum Konditor machte er in Wernigerode. Interesse für Essen, sagt Pietsch, sei bei ihm schon immer da gewesen, beide Eltern arbeiteten in der Gastronomie. Folgerichtig also machte er eine zweite Ausbildung zum Koch, diesmal in Ilsenburg. Später arbeitete er dann in Blankenburg bei René Bobzin, dem ersten Sterne-Koch Sachsen-Anhalts. Und mit 22 Jahren eröffnete er sein eigenes „Zeitwerk“.

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Um in der Michelin-Liga anzukommen, braucht es Ehrgeiz, und den hatte Pietsch schon immer. Als Lehrling seien ihm Hochleistungen abverlangt worden, erzählt der eoquente Mann. Die brachte er, und das so überzeugend, dass er sogar ein Stipendium bekam. Er habe immer alles gut machen wollen, sagt Pietsch, und das sei heute nicht anders.

Mit der Eröffnung des „Zeitwerks“ erfüllte sich Robin Pietsch einen Traum. Einen großen, den er mit der finanziellen Hilfe seiner Familie verwirklichen konnte. Die gesamte Einrichtung des Restaurants sei selbst angefertigt von Freunden, nach seinen Ideen, das Logo, die Farben – alles seins. Die Küche – gebaut nach seinen Vorstellungen. Der Anfang war nicht leicht, oft genug war er verzweifelt, weil er direkt erfahren musste, dass Spitzengastronomie kein Selbstläufer ist in Deutschland. Dennoch: Diese Entscheidung sei  genau sein Weg gewesen, sagt Robin Pietsch. Er musste erst lernen, was ankommt bei den Gästen.

Vom Gourmet zum Gastgeber

Am Anfang wurden noch weiße Tischdecken aufgelegt, edles Porzellan und Besteck, die Bedienung trug Handschuhe! Ein bisschen Kaviar hier, ein bisschen Gel da – allein, die Gäste blieben aus. Dann wurde das Konzept umgeworfen, die Tischdecken verschwanden, die Handschuhe auch. Ein „Wohnzimmerrestaurant“ ist das „Zeitwerk“ nun nach eigener Aussage. Holzmöbel stehen auf Dielenbrettern, der Raum unterteilt durch Balken. Die offene Küche ist einsehbar. Dieses Konzept der Zwanglosigkeit ging auf, über mangelnden Zulauf kann man sich im „Zeitwerk“ schon lange nicht mehr beklagen. Schon gar nicht nach der Preisverleihung..

Robin Pietsch ist meistens dort anzutreffen im Kreis seines jungen Teams – wenn er nicht gerade auf Messen kocht, im Fernsehen auftritt oder seine wöchentliche Kochsendung im Rundfunk moderiert. Mitunter dauert ein Tag des Küchenchefs von morgens um sieben bis nachts um eins. In den Urlaub gefahren ist er in sechs Jahren genau – eine Woche. Aber, sagt er, das funktioniere gut, weil ihm die Arbeit Spaß mache. Sogar soviel, dass er zu allem anderen auch noch Kochkurse für interessierte Hobbyköche anbietet.

Gibt es überhaupt ein privates Vergnügen, ist Zeit für ein Hobby? „Kochen“, sagt Robin Pietsch, sehr bestimmt. Zuhause mag er es allerdings einfach, er liebt die Küche seiner Großmutter. Nudeln mit Tomatensauce, nach ihrem Rezept, sei sein Lieblingsessen. Anja Falgowski

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